5 Jahre

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Die Idee war, sich das Theater in die Heimat zu holen, dem Magdalenaberg eine Bühne zu geben und seine Leidenschaft wieder dorthin zu tragen wo sie wahrscheinlich irgendwann ihren Ursprung fand…Josef Forster lebt und arbeitet seit jeher fürs Theater und die Schauspielerei und gebar so, heimatverbunden wie er ist, 2014 das Konzept des „Theater mit Weitblick“  – eine kleine Bühne unter einem Vordach hinter der Wahlfahrtskirche, einfach, bodenständig, aber beeindruckend nicht nur aufgrund des atemberaubenden Ausblicks, den man dort genießen kann.
Sein Debüt beschritt das neu gegründete Theater mit Indien:
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Das Ensemble war schnell gefunden – Josef Forster selbst, seine Schauspielkollegen Michael Kuttnig und Hubert Prielinger und der theaterbegeisterte Jugendliche Valentin Reinthaler bildeten die Besetzung für das erste Stück.
Als Bösel und Fellner mimen Forster und Kuttnig zwei Charaktere die ungleicher nicht sein könnten, sich aber im Laufe des Stückes, wie im wahren Leben auch, befreunden und auf ihrem Lebensweg begleiten.

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Indien zu wählen, mit seinem derben österreichischen Schmäh und der berührenden Tragik der Geschichte um zwei Männer, die sich erst nicht leiden können um sich dann in ihrem Leid beizustehen war nicht nur aufgrund des Stückes mutig…auch die Tatsache, dass das damals noch sehr kleine Ensemble von der Technik bis zur Werbung alles selbst in die Hand nehmen musste verlangte einiges an Arbeit, Liebe zur Sache und Zusammenhalt.
Bis heute organisiert sich das Theater durch die tatkräftige Unterstützung von Michael Kuttnig bei technischen Angelegenheiten und Hubert Prielinger, wenn es musikalische Expertise verlangt. Josef Forster schafft immer wieder die Grätsche zwischen selbst auf der Bühne stehen und Regie führen – seine Frau Heidi, die großes organisatorisches Können aufweist war da für ihn und das Theater von Anfang an eine unersetzbare Unterstützung.

Nach dem Erfolg von Indien war der Kern der Truppe also gefestigt und bestätigt in ihrem Tun und es war Zeit sich für Neues und weitere Mitstreiter zu öffnen:
Häuptling Abendwind, eine Burleske von Johann Nestroy, bot sich für den Spielort perfekt an.

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Das gräuliche Festmahl, so der Untertitel des Stücks, erfordert „Eingeborene“, die sich in dieser Verwechslungskomödie gemeinsam an den Tisch setzen– oder anders gesagt auf die Bühne stellen und auch diese waren schnell gefunden: die Schauspieltalente, direkt vom Magdalenberg, Ingrid Sieberer , Hans Seebacher und Lisa Hoffmann waren engagiert. Gemeinsam mit Johannes Minichmair, einem weiteren Kollegen, ging „Häuptling Abendwind“ im Sommer 2015 auf die Bühne.
Das ursprüngliche Konzept, gehobenes Theater mit ländlicher Bodenständigkeit zu paaren, war so auch im schauspielerischen Bereich erfüllt.
Mit den neuen Ensemblemitgliedern kam auch hinter der Bühne weitere Unterstützung dazu: Hans stellt sein handwerkliches Geschick zur Verfügung, Ingrid ist unsere Büffetmeisterin und Lisa verfasst gerne Texte, die das Theater braucht und die es repräsentieren.

2016 war das Jahr von Don Camillo und Peppone

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– das Stück, welches die meisten wohl als mehrteiligen Fernsehklassiker kennen, spielt passenderweise in einem kleinen Dorf. Auch wenn die Geschichte um den gewieften Pfarrer Camillo und den kampflustigen Bürgermeister Peppone, die sich ein Gefecht ums andere liefern und schließlich doch, wachgerüttelt durch das Liebesdrama um zwei junge Herzen aus der Gemeinde, um mehr Toleranz bemühen, sicher nicht direkt auf die Geschehnisse am Magdalenaberg umzulegen ist – so konnten einige sehr aufmerksame Zuseher vielleicht doch die eine oder andere Parallele erkennen – und sei es nur die Tatsache, dass just zur Spielzeit das Dach der Magdalenaberger Kirche erneuert werden musste.
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Nach diesem Spektakel bot sich für das Folgejahr wieder ein Stück mit kleinerer Besetzung, aber dafür größeren Rollen an. Die Zusammenarbeit mit Christian Scharrer (2016 der Peppone) sollte um ein weiteres Jahr ausgedehnt werden. Das norwegische Stück Elling wurde von Josef Forster besetzt mit Michael Kuttnig als Elling, Christian Scharrer als seinen Freund und Leidensgenossen Kjell Bjarne, Hubert Prielinger als deren Sozialhelfer Frank und Doris Krause in der Rolle der Nachbarin.

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Elling ist anders – er selbst, anders als so manch Andere, das Stück, anders als die Vorherigen – aber anders ist manchmal auch gut.